Gefaellt mir gerade sehr gut in Olsztyn, sodass ich (heute) noch einen Tag verlaengere und es erst morgenfrueh (23. April) wage, 400 km nach Vilnus in Litauen zu trampen. Wird eine Herausforderung, weil die Strassen auf dem Weg dahin recht kurvig sind.
Hier hab ich viel erlebt, einiges ueber Polen gelernt und viele gute Bekanntschaften gemacht. Hier gibts eine Menge Studenten in meinem Alter, in Olsztyn gibts dafuer ein riesiges Campusgelaende fuer 70.000 Studenten. So einen eigenen Studenten-Stadteil samt Fitnessstudio, eigenen Kirchen, riesigen Sportflaechen, einem schoenen Strand am See, etc. habe ich noch nie gesehen. Auch zu Feiern verstehen es die Polen. Fuer eine Geburtstagsfeier habe ich mit meinem Gastgeber (Tomek, den ich beim Trampen kennenlernte) und seinemFreund Piotr in drei Stunden eine Fertigpackung Kekse herbeigezaubert. Es waren die perfekten Kekse am Schluss und das Geburtstagskind hat sich riesig gefreut. Die Maedels die ich hier kennenlernte waren alle superhuebsch und einfach lustig. Leider waren bisher schon alle verliebt oder mussten gerade eine Hausarbeit schreiben. :)
Im Land wird gerade sehr viel gebaut, wer hier zur Zeit investiert, soll davon bis zu 100% durch EU-Gelder zurueckbekommen. Da ausserdem das Import- und Exportsystem noch nie so richtig funktioniert haette, merken die Polen anscheinend auch nichts von der Finanzkrise. Die letzten Jahre sei eher der Aufschwung erkennbar.
In diesem Land gibt es Helden. Papst Johannes Paul II. hat sich hier in der Zeit der Rebellion gegen den Kommunismus als maechtige Figur stark fuer sein Land Polen und die Solidarnosc-Bewegung eingesetzt. So mit hat dieser Papst also auch einen wichtigen Teil zur Befreiung vom Kommunismus beitragen, was ihm wohl u. A. in den meisten groesseren Staedten Polens mit Statuen honoriert wird. Auch Praesident Lech Kaczynski wird in diesem Land u. A. wegen der Tragik seines Unfalls zur Legende werden.

